Hohe Salve 22.02.03

Nach den reichlichen Schneefällen beschert uns seit zwei Wochen ein Hoch schönes Wetter und es soll noch mindestens eine Woche so bleiben. Die Sonne hat schon wieder mehr Kraft und es könnte auf den Südseiten der Berge, dort wo die Bäume schneefrei sind, schon thermisch werden. Nachdem sich im Alpenvorland noch Kaltluft mit zäherem Nebel hält, scheint es günstiger zu sein, weiter nach hinten nach Tirol zu fahren. Die Hohe Salve bietet bei leichtem Ostwind Startmöglichkeiten und wir hoffen, dass sie hoch genug über Talinversion liegt, um ausreichend Aufwinde zu entwickeln. Um dem Verkehr zu entkommen, sind wir schon um 9.00 an der Talstation und packen uns erstmal warm ein. Nicht jeder hat dabei so modisch enge Hosen zur Verfügung, wie Fritz, aber was hilft´s. Oben angekommen, ist es schon viel wärmer und fast kein Wind. Zwischen zwei Trainingsabgleitern holen wir uns eine Brotzeit am Gipfelrastaurant. Zum Glück gibt es für Fritz eine Currywurst. Das flutscht. Ob die vielen Bierflaschen auf dem Servierwagen von Klaus ausgetrunken wurden, konnten wir nicht mit Sicherheit klären. Erst kürzlich von seinem Australienaufenthalt zurückgekommen, scheint er sich doch ein wenig nach diesen Sitten zu sehnen. Im Zweifel für den Verdächtigen. Danach kommt die Thermik, die wir tapfer auskurbeln, was nicht einfach ist, weil einige Flieger gegen die allgemeine Drehrichtung einkreisen und dieses Fehlverhalten auch bei weiterem Höhengewinn nicht ändern. Zudem steht noch der Sendemast direkt im Thermikbart, zuerst störend aber wir gewöhnen uns schnell daran. Immerhin ist es das einzige Objekt im Luftraum, das seine Position nicht ändert. Zum Schluß noch einmal an der Mittelstation einlanden, aufwärmen und zum letzten Abgleiter in die Abendsonne abheben, während dessen Klaus und Christian schon dem Landebier frönen. Noch paar Kurven in die Luft ziehen. Eintauchen in den dunklen Schatten des Tales, wo sich mit der einsetzenden Dämmerung schon die Nacht ankündigt.







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